John Newton: Christus in unserer Mitte

Schätze der Gnade 32


Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit!
(Matthäus 28:20)

Der natürliche Mensch hat finstere und entwürdigende Gedanken, wenn es um Gott geht. Er ist den Menschen fremd.

Doch wenn das Herz erleuchtet wird, werden wir erkennen, wie Jakob das tat: „Wahrlich, der Herr ist an diesem Ort, und ich wusste es nicht! [1. Mose 28:16]“ Obwohl wir Ihn nicht sehen können – so sieht Er uns und ist uns näher als wir uns selbst!

Wenn wir nun errettet sind, dann fangen wir an zu erkennen, dass dieser Christus allgegenwärtig ist. Das Reich des Himmels und der Erde, die Natur, die göttliche Vorhersehung und Fürsorge, wie auch seine Gnade – alles ist in Seiner Hand. Er ist es doch, mit dem wir es zu tun haben. Der Heiland, der Qualen erlitt und starb, damit wir erlöst werden. Er ist noch immer der Sanftmütige und Mitfühlende, wie Er es in der Zeit seiner Fleischwerdung hier auf Erden gewesen ist.

Diesen Jesus kennen wir durch das Evangelium – im Angesicht seiner Offenbarung als Hirte, Richter, Bräutigam und Freund. Freimütig und demütig können wir nun in das Allerheiligste Heiligtum treten, um all unsere Sorgen und Anliegen vorzubringen. Wir können seiner mächtigen Hand vertrauen – Er erhält ja alle Dinge [Hebr. 1:3]. Seiner Liebe können wir vertrauen, denn Er ist es, der unsere Scham und Strafe am Kreuz trug – all das um Sünder aus ihrem Elend zu befreien!

Es gibt eine Höhe, Breite, Länge und Tiefe der wunderbaren, erlösenden Liebe, die unser Vorstellungsvermögen bei weitem übertrifft!

Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater unseres Herrn Jesus Christus, von dem jedes Geschlecht im Himmel und auf Erden den Namen erhält, dass er euch nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit gebe, durch seinen Geist mit Kraft gestärkt zu werden an dem inneren Menschen, dass der Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne, damit ihr, in Liebe gewurzelt und gegründet, dazu fähig seid, mit allen Heiligen zu begreifen, was die Breite, die Länge, die Tiefe und die Höhe sei, und die Liebe des Christus zu erkennen, die doch alle Erkenntnis übersteigt, damit ihr erfüllt werdet bis zur ganzen Fülle Gottes.
(Epheser 3:14-19)

Quelle: Grace Gems 10.2014
Übersetzung: TheologiaDE.blog

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John Newton: Der Herr gibt, der Herr nimmt

Schätze der Gnade 27


Und er sprach: Nackt bin ich aus dem Leib meiner Mutter gekommen; nackt werde ich wieder dahingehen. Der Herr hat gegeben, der Herr hat genommen; der Name des Herrn sei gelobt!
(Hiob 1:21)

Gläubige wurden aus der Verdammnis befreit. Was nicht heißt, dass sie frei von Schmerz, Krankheit, Armut, Verlust, Prüfungen, plötzlichen und beschwerlichen Veränderungen und dem vorzeitigen Tod sind. Diese Anfechtungen bringen reichlich die Gnadengaben zum Vorschein, die normalerweise in dem strahlenden Licht des Wohlstandes, schwer zu erkennen sind. In unseren Anfechtungen werden wir geheiligt. Sie sollen uns von der Welt entwöhnen und den Leib der Sünde schwächen.

Gott, von dem wir alles haben – hat auch das Recht es wieder zu nehmen. Wir stehen fest in der Wahrheit, dass Gottes Souveränität eine Einheit mit seiner Weisheit und Güte bildet. Wann auch immer es Gott wohlgefällt, unsere Pläne zu durchkreuzen, und auch wenn unsere Pläne zu Stande kommen, wissen wir, Gott führt alles zum Guten! Gott wird niemanden ohne einen Grund belasten. Ebenso wird Er den Anfechtungen nicht gestatten, länger anzuhalten, als es nötig ist. Sei still meine Seele und erkenne, Er ist Gott [Ps. 46:11]!

Du bist in guten Händen – ich überlasse dich Ihm. Er, der dich liebt und alle Dinge zum Besten führen wird.

Oh, welch Gnadengabe. Wir können unser Leben und das derer, die wir lieben, Ihm anvertrauen. Dabei zusehen, wie unsere Geliebten sich ebenfalls vertrauensvoll an Ihn binden und sich Seiner Weisheit hingeben. Dieser alles umfassende Gott befähigt uns in jeder Anfechtung, damit wir in der Lage sind, zu überwinden.

Doch ich, ich bin eine armselige Kreatur. Ich lerne täglich, ohne Ihn, kann ich nichts tun.

Quelle: Grace Gems 29.06.2017
Übersetzung: TheologiaDE.blog

John Newton: Verschreibungen (ein Brief)

Schätze der Gnade 21

Sehr geehrte Dame,

wir haben die Hoffnung auf einen neuen Leib, der nicht Krankheiten ausgesetzt ist. Doch wenn es dem Herrn wohlgefällt unsere Schwächen zu heiligen [beseitigen, reinigen], die Schwachheiten, die mit unserem sterblichen Leib kommen – dann haben wir allen Grund Ihn zu preisen, in ruhigen Zeiten wie auch in harten Zeiten.

Ich bin fest davon überzeugt, dass ein Kreuz hier oder ein Kneifen da sehr wichtig für uns ist. Ohne solches kommen wir auf die lange Sicht ins Straucheln. Wir leben auf verwunschenem Boden und werden von Fallstricken umzingelt. Werden wir nicht durch Prüfungen aufgerüttelt – tendieren wir dazu, in eine geistliche, äußerliche Form oder in geistliche Gleichgültigkeit zu versinken. Es ist beschämend – doch leider ist es so. Geht es uns eine Zeit lang gut verfallen wir in eine geistliche Schlaftrunkenheit!

Somit sind Prüfungen Medizin. Heilmittel von unserem gnädigen und weisen Arzt, der ganz genau weiß was wir brauchen. Er bestimmt das Verhältnis zwischen Häufigkeit und Größe. Jede Situation hat ihre eigene Verschreibung.

Einige seiner Kinder werden extremer Armut ausgesetzt. Eine Prüfung, die Tag für Tag anhält und Jahre andauern kann. Andere wiederum haben Prüfungen in ihrer Familie. Menschen, die eine gemütliche Feuerstelle haben und Zuständigkeiten in der Welt, leiden oft selbst an Krankheiten oder haben Nahestehende die krank sind.

Alles sind Kreuze der Barmherzigkeit, denn Gott nutzt sie um uns zu Behüten. Er möchte nicht das unsere Herzen der Welt anhangen oder wir abfallen. Damit hält Er uns ganz nah bei Sich.

Wir sollten unserem Arzt vertrauen, denn Er wird es gelingen lassen. Und lasst uns für all seine Verschreibungen danksagen. Denn ohne diese Verschreibungen würde uns die Seelenkrankheit treffen!

Ich fühle mit Frau K. mit – und  weiß, dass sie dadurch gestärkt wird. Ihre Krankheit hat hoffentlich bald ein Ende. Es ist jedoch besser einen starren Nacken zu haben und dabei die Gnade Gottes, als starrköpfig zu sein und seinen Hals frei bewegen zu können. Sobald die Bedrängnis ihr vorhergesehenes, gutes Ziel erreicht hat – kann der Herr mit Leichtigkeit ihre Leiden entfernen.

Quelle: Grace Gems 17.05.2017
Übersetzung: TheologiaDE.blog