John Bunyan: Wie das Herz weich bleibt (2/2)

Schätze der Gnade 40


Die Aufgabe vor uns ist: „Was kann ein Christ tun, um das gebrochene Herz in seiner Zärtlichkeit zu bewahren?“

Die Antwort darauf ist zweierlei (Schätze der Gnade 39 + 40), [nach den Warnungen,] kommen wir nun zu der Ausrichtung:

  1. Strebe nach einer tiefen Gotteserkenntnis und lass sie sanft auf deinem Herzen ruhen. Wie seine Allgegenwärtigkeit zum Beispiel: „Erfülle ich nicht den Himmel und die Erde?, spricht der Herr.“ (Jeremia 23:24).
    • Sein durchbohrendes Auge, welches alles auf Erden erspäht. Er durchstreift die Erde und sieht alles, sei es gut oder böse (Sprüche 15:3).
    • Die Erkenntnis seiner Allmacht. Er könnte den Himmel und die Erde im Handumdrehen in Staub und Asche verwandeln; sie sind wie ein Mantel oder eine Schriftrolle in seiner Hand, die er einfach kurz zusammenrollt (Hebräer 1:11-12).
    • Seine Gerechtigkeit, denn seine Zurechtweisungen sind wie ein verzehrendes Feuer (Hebräer 12:18-21).
    • Das Erfassen seiner Treue, Gott hält all seine Versprechen, darauf können wir uns verlassen; zur gleichen Zeit werden die Unbußfertigen jedoch heftig bedroht (Matthäus 5:18, 24:35; Markus 13:31).
  2. Strebe nach einer tiefen Erkenntnis der Abtrünnigkeit der Sünde, zusammen mit ihrer zerstörerischen Kraft und die Auswirkungen auf unsere Seelen. Lass die Überzeugung, dass die Sünde der einzige Feind von Gott ist, in deinem Herzen hausen und dass niemand Gott hasst, noch von Gott gehasst wird, als durch sie.
    • Merke dir gut, die Sünde verwandelte Engel in Teufel und warf sie aus dem Himmel in die Hölle.
    • Die Sünde ist der Strick, mit dem sie gefesselt vor dem Gericht erscheinen werden (2. Petrus 2:4; Judas 6).
    • Es ist die Sünde, die Adam aus dem Paradies entfernte. Wegen der Sünde wurde die alte Welt überschwemmt; Sodom und Gomorra wurde wegen ihr mit Feuer verzehrt. Es hat Christus sein Leben gekostet dich von unter dem Fluch, den die Sünde auf dich brachte, zu befreien. Das Einzige was uns schlussendlich, auf ewig, von dem Himmelreich trennt, ist die Sünde.
    • Ziehe die Höllenqualen in Betracht. Christus spricht oft von der Hölle, damit unser Herz weich bleibt. Um sicher zu gehen, spricht er wiederholt von dem Wesen der Hölle und dessen unauslöschlichen, ewigen Feuer wie auch von dem nagenden, immer lebenden Wurm (Markus 9:43-48).
  3. Betrachte den Tod im Lichte der Gewissheit, dass jeder sterben wird und der Ungewissheit, wann dies geschehen wird. Wir müssen alle gewisslich sterben und unsere Tage sind von Gott gezählt, wir jedoch, haben keinen Einblick; ebenso wenig können wir den gesetzten Zeitpunkt hinauszögern (2. Samuel 14:14; Hiob 7:1, 14:1-5). Rufe dir ebenso in Erinnerung, jeder Mensch stirbt dieser Welt nur einmal; es ist nicht möglich, nachdem man in einem schlechten Zustand [in Sünde] starb, noch einmal zurückzukommen und erneut, dieses Mal in einer besseren Verfassung [in Christus], zu sterben. „So gewiss es den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht“ (Hebräer 9:27).
  4. Ziehe ebenso die schreckhafte Tatsache des letzten Gerichts in Betracht. Christus sitzt auf seinem leuchtenden, weißen Thron; die Toten werden mit einem Posaunenschall herbeigerufen; die Elemente, der Himmel und die Erde, werden beide in Flammen aufgehen; Christus trennt die Schafe von den Ziegen, wie ein Hirte; die Bücher werden geöffnet und allen wird nach ihren Werken vergolten; die Himmelspforte geht den Erlösten weit auf und der Schlund der Hölle öffnet sich um die Verdammten zu verschlingen (Apg. 5:30-31, 10:42; Matt. 25:31, 32, 34, 4; Off. 2:11; 1 Kor. 15:51; Off 20:12, 15:2; 2 Petr. 3:7, 10, 12; Röm. 2:2, 15, 16; Off. 22:12).
  5. Gedenke an Christus, wie er mit Sanftmut all die Qualen erlitt, die notwendig waren, um unsere Errettung zu bewirken. Er hätte das Recht gehabt sein Herz zu verhärten und uns seiner Gerechtigkeit zu überlassen, denn wir sind schuldig und haben es auf uns selbst gebracht. Doch er kam in Mitleid, Erbarmen und Barmherzigkeit zu uns herab und hat es vollbracht. Christus erlöste uns in aller Liebe und Erbarmen. Die liebliche Gnade aus der Höhe kam zu uns herab. Er liebt uns und hat sich selbst für uns hingegeben. Lerne von Christus, wie man barmherzig und sanftmütig lebt, und eifere danach, dein Herz in Zärtlichkeit zu Gott zu bewahren.

Quelle: John Bunyan – The Acceptable Sacrifice. Kapitel 6 / Chapter 6
Übersetzung: TheologiaDE.blog

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John Bunyan: Wie das Herz weich bleibt (1/2)

Schätze der Gnade 39


Die Aufgabe vor uns ist: „Was kann ein Christ tun, um das gebrochene Herz in seiner Zärtlichkeit zu bewahren?“

Die Antwort darauf ist zweierlei (Schätze der Gnade 39 + 40), zuerst ein paar Warnungen:

  1. Sei vorsichtig, nicht dass du die Überführungen des Geistes in deinem Herzen unterdrückst. Strebe nicht danach sie aus deinem Gewissen zu entfernen, behüte sie jedoch und nähre sie, indem du sie ganz nüchtern in Erinnerung hältst. Stelle dir selbst die Frage: „Wie wurde mein Herz verwundet?“, „Was ist der Ursprung dieser Verletzung?“ Lass sie dort im Herzen ruhen, bis durch die Gnade Gottes und das erlösende Blut Jesu, die Wunde geheilt wird.
  2. Gehe schlechtem Umgang aus dem Weg. Sich mit Menschen herumzutreiben, die eitlen Dingen nachgehen, töten so manche Überführung ab, löschen das Verlangen nach den himmlischen Dingen und warfen letztlich unzählige Menschen in die Hölle. Ein Gefährte, der die Seele nicht erbaut, verletzt sie nur. „Der Umgang mit den Weisen macht weise, wer sich aber mit Narren einlässt, dem geht es schlecht“ [Sprüche 13:20].
  3. Bewahre deine Ohren vor nichtigem Geschwätz, damit du nicht anfängst mitzumachen. „Geh weg von dem dummen Menschen! Du hörst doch nichts Gescheites von ihm“ [Sprüche 14:7]. „Der Mund des Toren wird ihm zum Verderben, und seine Lippen sind der Fallstrick seiner Seele“ [Sprüche 18:7]. „Lasst euch nicht irreführen: Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten!“ [1 Korinther 15:33].
  4. Halte vor der kleinsten Regung der Sünde Ausschau, sonst fängt man nämlich an sie zu tolerieren und schafft Raum für größere Sünden. David erlaubte seinen Augen das Herz zu stehlen und nährte unreine Gedanken in seinem Herzen. Daraus entsprang letztlich der Ehebruch und Mord. „Habt acht, ihr Brüder, damit nicht jemand unter euch verstockt wird durch den Betrug der Sünde!“ [Hebräer 3:12-13]. Merkt euch, wer versucht eine Holzkiste mit einem Brecheisen zu öffnen, muss zuerst einen kleinen Spalt finden, durch welchen er das Eisen hineindrückt.
  5. Nehmt euch vor schlechten Angewohnheiten unter Geschwistern in Acht; lasst euch von niemanden dazu anstiften etwas zu tun, das gegen das Wort Gottes geht. Der Satan versucht nämlich schlechte Angewohnheiten von gottesfürchtigen Männern zu nehmen, um dadurch andere Herzen zu verhärten. Petrus zum Beispiel vereitelte mit seinem Verhalten die Menschen in seinem Umkreis, darunter auch Barnabas. Beachte somit und vergleiche jeden Weg mit dem heiligen Wort Gottes [Galater 2:11-13].
  6. Halte dich vor dem Unglauben fern. Verwerfe nicht die Realität des Himmels und lass gottlose Gedanken nicht einmal deine Sinne kreuzen. Bedenke, der Unglaube ist das abtrünnigste und kein Herz kann seine Zärtlichkeit bewahren, wenn sie sich dem Unglauben hingibt. „Habt acht, ihr Brüder, dass nicht in einem von euch ein böses, ungläubiges Herz sei, das im Begriff ist, von dem lebendigen Gott abzufallen!“ [Hebräer 3:12]. Geht mit diesen Warnungen sorgfältig um, denn ein weiches Herz wird hierdurch bewahrt.

Quelle: John Bunyan – The Acceptable Sacrifice. Kapitel 6 / Chapter 6
Übersetzung: TheologiaDE.blog

John Bunyan: Ein weiches Herz

Schätze der Gnade 38


Ich zeige euch nun auf, wie wertvoll es ist ein weiches Herz zu bewahren. Denn es ist eine wunderbare Sache, ein zerbrochenes und weiches Herz zu haben.

  1. Ein weiches Herz zu bewahren bedeutet, sich allezeit davor zu hüten zu sündigen. Christen fangen erst an mit der Sünde zu spielen und letztlich nachzugeben, wenn das Herz an ihrer Zärtlichkeit verloren hat. Ein weiches Herz wird stark getroffen, wenn es sieht oder hört, wie jemand anderes sündigt. Noch viel schlimmer ist es, selbst zu sündigen, daher fürchtet sich das weiche Herz davor zu sündigen (2. Könige 22:19).
  2. Ein weiches Herz eilt sich im Gebet hinzugeben, es zögert nicht und schlägt, wenn nötig, sogar haken ein. Erst wenn unser Herz an Zärtlichkeit verloren hat, fangen wir an umherzuschlendern und vom Gebet abzukehren; das Herz fängt dann an kalt, flach, formell und fleischlich zu werden und dass in einer solch heiligen Pflicht.
  3. Ein weiches Herz ist allezeit bereit Buße über ihre Schuld zu tun. Mag es ein noch so kleiner Fehltritt oder sündhafte Gedanke sein. Oftmals ist es dann so, dass selbst das beste Werk eine Beleidigung ist; doch wenn ein Herz an Zärtlichkeit verloren hat, dann sagt es Dinge wie: „ich habe noch nach der Buße zu suchen“. In solchen Fällen ist das Herz schon verhärtet – man hat die Gesinnung der Buße, die man einst hatte, verloren. Ebenso geschah es mit der Gemeinde in Korinth. Sie faulten vor sich hin und verloren dabei die Zärtlichkeit ihrer Herzen, daraus entsprangen Sünden – ja, scheußliche Sünden – von denen keine Buße getan wurde (2. Korinther 12:20).
  4. Ein weiches Herz strebt danach, in der Gemeinschaft mit Gott zu leben. Doch wenn das Herz an Zärtlichkeit verliert und dass obwohl, der Same der Gnade im Herzen ist, lebt man in Gleichgültigkeit vor sich hin, man isst, trinkt, schläft und wacht auf und dass mehrere Tage ohne Ihn (Jesaja 17:10; Jeremia 2:32).
  5. Ein weiches Herz ist wachsam und auf Bereitschaft. Es hält Ausschau nach Sünde in der eigenen Seele, in der Familie, in den täglichen Verrichtungen, in den geistlichen Aufgaben etc. Es ist ebenso auf der Hut vor dem Satan, der Welt und dem Fleisch. Wenn das Herz aber auf der anderen Seite an Zärtlichkeit verloren hat, versinkt es in einen Schlaf, hört dabei auf bereit zu sein und wird träge. Das eigene Herz, die Familie und unsere Arbeiten leiden darunter. Kurz gesagt, wir beflecken und verschmutzen uns mit der Sünde und all diese Bereiche werden darunter leiden, denn dies ist die Auswirkung, wenn ein Herz sich von Gott abwendet.
  6. Ein weiches Herz ist bereit sich selbst zu verleugnen und dass selbst in Dingen, die an und für sich erlaubt sind und man die Freiheit besitzt – ganz egal für wen, sei es ein Heide oder ein Bruder, es möchte nämlich keinen Anstoß geben. Ein Herz jedoch, welches an Zärtlichkeit verloren hat, ist weit davon entfernt sich selbst zu leugnen und treibt es sogar so weit, verbotene Dinge mit einzubringen, ganz egal wer dabei einen Anstoß nimmt, sich beleidigt fühlt oder geschwächt wird. Ein ganz klares Beispiel dafür finden wir in der Schrift, sobald dieser Mann ein weiches Herz hatte, fürchtete er sich selbst vor der kleinsten Übertretung. Doch als sein Herz sich verhärtete, nahm er sich Bathsheba um seine Lust zu befriedigen und tötete ihren Ehemann um seine Bosheit zu verdecken.
  7. Ein weiches Herz nimmt Hiebe, Schläge und die väterliche Zucht an, es fürchtet sich nämlich vor dem Beweggrund, da es weiß, dass der Anlass die Sünde ist. „Gegen den Reinen erzeigst du dich rein, aber dem Hinterlistigen trittst du entgegen!“ (2 Samuel 22:27; Psalm 18:25-27).Das Volk Gottes erleidet viele Zurechtweisungen und Hiebe durch ihr eigenes, närrisches Verhalten. In gewisser Weise sind sie unnötig, damit meine ich, sie wären nicht notwendig, doch wegen unsrer Eitelkeit werden sie uns zuteil. Sonst würden wir in Gefahr Laufen und uns in unserer Torheit brüsten. Aus diesem Grund wird der geschmähte auch ein Tor genannt, denn es ist seine Torheit, die ihn diese Schmähungen einbrockte. „Die Toren“ sprach David „litten wegen ihres sündigen Wandels und um ihrer Ungerechtigkeit willen“ (Psalm 107:17). Daher nennt David seine Sündhaftigkeit auch seine Torheit. „Denn er wird Frieden zusagen seinem Volk und seinen Getreuen— nur dass sie sich nicht wieder zur Torheit wenden!“ (Psalm 85:8; Psalm 38:5). „Wenn seine Söhne mein Gesetz verlassen, so will ich ihre Abtrünnigkeit mit der Rute heimsuchen und ihre Missetat mit Schlägen“ (Psalm 89:30-32).

Quelle: John Bunyan – The Acceptable Sacrifice. Kapitel 5 / Chapter 5
Übersetzung: TheologiaDE.blog

John Bunyan – Der heilige Krieg: 1. Teil, 3. Kapitel – Trauriger Zustand der Stadt und Pläne zu ihrer Errettung

Aus dem Buch „Der heilige Krieg“ von John Bunyan (17. Jahrhundert), Kapitel 3 vorgelesen. Ein allegorisches Buch wie auch „Die Pilgerreise“.

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John Bunyan: Vier Dinge, die Wertvoll in Gottes Augen sind

Schätze der Gnade 28


Vier Dinge, die vor Gott sehr angenehm sind:

  1. Der Opfertod Jesu Christi für unsere Sünden. Das lesen wir z.B. in Hebräer Kapitel 10, dort steht geschrieben, dass Gott den Opfertod Jesu Christi allen anderen Opfern vorzog. Das ist, was Gott wohlgefällt. Durch dieses Werk werden wir geheiligt und von Gott angenommen.
  2. Ungeheuchelte Liebe ist vor Gott besser angesehen, als Opfer oder äußerlicher Gottesdienst. „Und ihn zu lieben mit ganzem Herzen und mit ganzem Verständnis und mit ganzer Seele und mit aller Kraft und den Nächsten zu lieben wie sich selbst, das ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer!“ (Markus 12:33).
  3. Gott zu gehorchen und heilig und demütig vor ihm zu wandeln. „Hat der Herr dasselbe Wohlgefallen an Schlachtopfern und Brandopfern wie daran, dass man der Stimme des Herrn gehorcht? Siehe, Gehorsam ist besser als Schlachtopfer und Folgsamkeit besser als das Fett von Widdern!“ (1. Samuel 15:22, Micha 6:6-8).
  4. „Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein zerbrochener Geist; ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, o Gott, nicht verachten.“ (Psalm 51:19).

Ganz nebenbei, ihr seht jedoch, dieses zerschlagene und zerbrochene Herz ist nur bei Gott angesehen. „O Gott“, sagt er, „wirst DU nicht verachten“. Hier wird angedeutet, dass die Welt ein solches Herz oder einen Geist der reuevoll und gebrochen ist, nicht auf die gleiche Weise ansieht, wie Gott das tut. Ganz im Gegenteil, wird ein Mensch mit einem zerbrochenen Herzen gesegnet, egal ob Mann oder Frau, die Welt hält nicht viel davon. Solche Menschen sind eher eine Last oder ein „Problemfall“. Sie tragen den Ruf mit sich, lästig und beunruhigend zu sein. In einer weltlichen Familie, wie David vor dem König von Gat, wird man als „verrückt“ bezeichnet (1. Samuel 21).

Ihre Seufzer und Tränen bei Tag und Nacht, ihre Gebete und ihr Heulen, wie auch ihr Absondern, bringen weltliche Familien völlig aus dem Ruder. Daher werden sie von einigen eingeschüchtert, von anderen missbilligt und wieder andere flüchten und lassen sie alleine zurück.

Achte auf das, was hier in diesem Text steht: „ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, o Gott, nicht verachten.“ Gott nimmt solch ein Herz an. Was Gott nämlich nicht verachtet, hält Er in Ehren.

Quelle: John Bunyan – The Acceptable Sacrifice. Kapitel 1 / Chapter 1
Übersetzung: TheologiaDE.blog

John Bunyan – Der heilige Krieg: 1. Teil, 2. Kapitel: Diabolus beseitigt Schaddais Diener und Gesetz

Aus dem Buch „Der heilige Krieg“ von John Bunyan (17. Jahrhundert), Kapitel 2 vorgelesen. Ein allegorisches Buch wie auch „Die Pilgerreise“.

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John Bunyan – Der heilige Krieg: 1. Teil, 1. Kapitel – Die Stadt Menschen-Seele

Aus dem Buch „Der heilige Krieg“ von John Bunyan (17. Jahrhundert), Kapitel 1 vorgelesen. Ein allegorisches Buch wie auch „Die Pilgerreise“.

Hier geht es zum MP3-Download.

John Bunyan, Der Heilige Krieg © 1981/1990 SCM Johannis im SCM-Verlag GmbH & Co. KG, Holzgerlingen

Zitate der Puritaner

John Bunyan:

  • Der Mann, welcher der Welt zuliebe Religion annimmt, wird sie wiederum für die Welt aufgeben.
  • Gebet ist ein bewusstes, inniges und liebevolles Ausgießen der Seele zu Gott, durch Christus, mit der Kraft und Unterstützung des Heiligen Geistes, für die Dinge, die Gott versprochen hat.
  • Wenn du betest, dann lass dein Herz lieber ohne Worte sein, als deine Worte ohne Herz.

Steven Charnock:

  • Oftmals lernen wir mehr über Gott unter einer Rute, die uns schlägt, als unter einem Stab, der uns beruhigt.
  • Wenn wir im Sinn haben, uns selbst lieber zu beglücken, als Gott geehrt zu sehen, dann erniedrigen wir Gott. Als würde Gott seine Ehre unter unser Vergnügen setzen; wenn wir so handeln, dann verherrlichen wir uns selbst, und erhöhen uns über Gott. Dann wäre es so, als wäre Gott für uns geschaffen und nicht wir für Ihn. Wer so glaubt, der würdigt die Majestät Gottes nicht.

Thomas Goodwin:

  • Oh, verachte die Auserwählung nicht! In ihr liegt die einzige Hoffnung, dass ein Mensch unfehlbar gerettet ist.
  • Ehre Gott und seine Liebe mehr als alles in der Welt, denn obwohl es Millionen  gibt, hat er dich vor Anbeginn der Zeit wertgeschätzt. Er hat dich nicht nur ewiglich geliebt (wobei deine Liebe erst seit gestern ist), er dich vor allen Welten schon geliebt und das obwohl du die Welt zuvor Liebtest.

John Owen:

  • Der Mensch der leichtfertig mit Sünde umgeht, hat noch nie groß von Gott gedacht.
  • Hätten wir keinen absoluten Maßstab, welcher von Gott offenbart wurde, dann wären wir ohne ein Ruder, in einem Meer, mit unstimmigen Ideen über „Manieren“, „Gerechtigkeit, „richtig und falsch“, ausgehend von eigensinnigen und rechthaberischen Menschen.
  • Das Fundament wahrer Heiligkeit und wahrer  Anbetung ist die Lehre des Evangeliums. Wenn aber die christliche Lehre beiseite-gestellt, verlassen oder verunreinigt wird, dann legen wir wahre Anbetung und Heiligkeit beiseite und verunreinigen sie.
  • Sünde peilt immer das Abscheulichste an. Wann immer sie versucht jemanden zu verführen oder zu locken; und würde sich dabei durchsetzen können, dann würde sie eine unermessliche Gestalt gewinnen. Jeder unreine Gedanke oder Blick wäre Ehebruch, jeder Zweifel an Gott wäre Atheismus – hätte er die Erlaubnis sich zu entfalten. Es ist wie ein Grab welches nie genug bekommt. Die Arglist der Sünde offenbart sich darin, dass sie anfangs bescheidene Angebote macht, doch sobald sie  Raum gewinnt, dann verhärtet sie unsere Herzen.

Thomas Adams:

  • Kein Mensch liebt Gott mehr als er „Angst“ hat, ihn zu beschämen.
  • Der Mensch der stolz auf ein Wissen ist, geht in die falsche Richtung.
  • Unsere Gedanken bei unserem Vergnügen,
    unser Herz, wo unser Schatz ist,
    unsere Liebe, wo unser Leben ist,
    aber all diese Dinge: Vergnügen, Schätze und unser Leben – ruhen in Jesus Christus.

Thomas Watson:

  • Es ist absurd zu glauben, dass irgendetwas in uns den kleinsten Einfluss auf die Erwählung haben könnte. Manche Menschen sagen, „Gott hat die Menschen vorhergesehen, welche glauben würden, daher hat Er sie erwählt“; somit ruht die Errettung auf etwas in UNS. Wobei Gott uns nicht wegen dem Glauben auswählt, sondern zum Glauben. Er hat uns ausgewählt um uns zu heiligen und nicht weil wir heilig gewesen wären. Wir wurden zur Kühnheit gewählt, nicht wegen ihr.
  • Welch Toren sind die, die wegen eines Tropfens an vergnügen – einen See des Zorns trinken.
  • Gott hat uns zwei Ohren und nur eine Zunge gegeben, damit wir schnell zum Hören sind, und langsam zum Reden. Gott hat außerdem einen doppelten Zaun vor die Zunge gestellt, die Zähne und Lippen, um uns zu lehren, dass wir behutsam mit ihr umgehen, damit wir nicht mit unserer Zunge in Sünde fallen.

Übersetzung: TheologiaDE.blog