Edward Payson: Du wirst es erkennen

Schätze der Gnade 26


Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, verstehst du jetzt nicht; du wirst es aber danach erkennen.
(Johannes 13:7)

Zuallererst sage ich einem Christen: Zweifel niemals an der Güte, Liebe, Weisheit und Treue deines Erlösers. Vertraue Ihm, denn er hat versprochen alle Dinge zu deinem Besten zu führen. Auch, wenn du im Moment nicht erkennen kannst, was Er vorhat. Du wirst es noch erkennen, denn …

all die Prüfungen und Versuchungen,
all die finsteren und trostlosen Stunden,
all die beunruhigenden Zweifel und Ängste,
all die langwierigen Kämpfe, in denen du geübt wirst,

sie sind alle, wie du erkennen wirst, durch eine gnädige Hand geführt. Nicht eine Träne. Nicht ein Seufzer. Nicht ein schwer-lastender Gedanke wurde dir zugeteilt, der nicht in Gottes weisen und gnädigen Plan vorherbestimmt war.

Sage somit nicht, wie Jakob das tat: „Alles ist gegen mich!“
Sprich nicht, wie David: „Ich werde durch die Hand Sauls umkommen!“
Denn all diese Dinge sind zu deinem Besten. Du wirst niemals vergehen. Und ebenso wird dich niemand aus der Hand des Herrn reißen.

Wie können die Kinder Gottes des Höchsten – Tag für Tag kümmerlich und unzufrieden umhergehen? Ihr solltet euch Merken, ihr seid Gottes Erben in Christus – ein unzerstörbares, ewiges und unvergängliches Erbe!

Gehe hin zu Jesus. Er ist der barmherzige Erlöser von Sündern. Er heilt, die gebrochenen Herzens sind. Er sammelt seine Schafe ein und trägt sie an ganz nah an seinem Herzen. Gehe, sage ich dir, hin zu Christus!
Teile all deine Leiden und Sorgen mit Ihm!
Sage Ihm, wie sehr deine Seele an dem Staub klebt!
Sage Ihm, dass Sorgen, Zweifel und Ängste sich gegen dich erheben!
Sage Ihm, wie arm, erbärmlich, dürftig, blind und nackt du bist.

Trete an den Thron der Gnade, dort wo der barmherzige Hohepriester sitzt. Gehe hin und öffne dein Herz und du wirst erkennen; Er ist noch viel gnädiger als du es dir vorgestellt hast; Er ist noch viel williger deine Bitten zu erhören, als du sie Ihm vorbringen konntest. Er ist die Liebe selbst – sein Wesen ist es erbarmen zu haben.

Hast du ein verstocktes Herz? Bringe es Ihm – Er wird es erweichen.

Ist deine Gesinnung verfinstert? Bringe es Ihm – Er wird es erleuchten.

Lastet die Schuld schwer auf dir? Bringe es Ihm – Er wird sie dir nehmen.

Bist du entweiht und verunreinigt? Er wird dich in seinem Blut reinigen.

Wirst du rückfällig? „Kehrt um, ihr abtrünnigen Kinder!“ spricht der Herr, „Ich will eure Abtrünnigkeit heilen!“ (Jeremia 3:22)

Was für ein Vorrecht haben die, die sagen können: „Ich bin in Christus!“

Bist du in Christus – wenn ja, dann gehört dir alles was Ihm gehört!
Seine Kraft gehört dir – um dich zu verteidigen.
Seine Weisheit und Erkenntnis gehört dir – um dich zu führen.
Seine Gerechtigkeit gehört dir – damit du gerechtfertigt wirst.
Sein Geist und seine Gnade sind dein – um dich zu heiligen.
Der Himmel ist dein – um dich aufzunehmen.

Du wirst kein freudiges Leben führen – bis du erkennst, dass alles was Ihm gehört, dein ist.

Quelle: Grace Gems 15.06.2017
Übersetzung: TheologiaDE.blog

Edward Payson: Der Wandel Christi

Schätze der Gnade 15

Wer sagt, dass er in ihm bleibt, der ist verpflichtet, auch selbst so zu wandeln, wie jener gewandelt ist. (1 Johannes 2:6)

Der Herr Jesus hat nicht einfach nur vom christlichen Wandel gesprochen, Er selbst hat es vorgelebt. Er ist die Verkörperung einer makellosen und reinen Religion. In Ihm ist das Leben des Christentums. Wie überzeugend und motivierend ist der Lebenswandel des Herrn! Seine Lebensführung gleicht einer Predigt.

Möchtest du lernen, wie man sich seinen Eltern unterwirft? Schaue auf Ihn, denn obwohl Er hoch erhaben ist, hat Er sich heiter dem Willen seiner Eltern unterstellt; und arbeitete Seite an Seite, fast 30 Jahre, als Zimmermann.

Möchtest du lernen, wie man in Armut genügsam sein kann? Schaue doch, wie Not leidend Er war. Er hatte nichts, wo er sein Haupt hinlegen konnte.

Möchtest du lernen, wie man Güte aufweist? Schaue auf Ihn. Er ging umher und tat fortwährend Gutes.

Du willst ein Beispiel eines eifrigen Gebetslebens sehen? Schau doch, wie Er noch vor Sonnenaufgang aufstand, um zu beten.

Du willst erfahren, wie man seine Geschwister behandeln soll? Sieh doch, Er wäscht die Füße seiner Jünger.

Du willst wissen was es bedeutet seine Eltern zu schätzen? Im Angesicht des Todes, während Er schwer litt, vergaß Er seinen Schmerz und versorgte seine vereinsamte Mutter mit noch einem Sohn.

Möchtest du wissen, wie man betet, wenn man in Trübsal steckt? Schaue auf Ihn im Garten Gethsemane.

Möchtest du lernen, wie man Beleidigungen und Schmerzen hinnimmt? Schaue auf Ihn, dort am grausamen Kreuz.

Kurzgesagt: Es gibt keine christliche Tugend oder Gnadengabe, die nicht prächtig in Seinem Leben zum Vorschein kommt.

Denn dazu seid ihr berufen, weil auch Christus für uns gelitten und uns ein Vorbild hinterlassen hat, damit ihr seinen Fußstapfen nachfolgt. (1. Petrus 2:21)

Quelle: Grace Gems 31.03.17
Übersetzung: TheologiaDE.blog