C. H. Spurgeon: Ablage im Kopf

Schätze der Gnade 43


Als ich das Evangelium noch nicht kannte, habe ich mich mit den unterschiedlichsten Dingen befasst. Hier ein wenig, da ein wenig – von allem etwas. Sei es die Botanik, Chemie oder auch Astronomie – und alles zusammengewürfelt, zu einem großen Chaos.

Doch als ich das Evangelium erkannte, wurde mir eine große Ablage gegeben. Mit dieser Ablage wurde alles sorgfältig an seinen Platz gestellt – alles wurde in Ordnung gebracht.

Die Erkenntnis Christi und sein Tod ist das Zentrum aller Dinge. Durch diese Offenbarung konnte ich erblicken, dass alle wissenschaftlichen Felder im Einklang miteinander sind.

Von uns aus gesehen bewegen sich die Planeten ungeregelt – einige rückschreitend, andere progressiv und wieder andere einfach nur ruhend und so weiter. Wenn wir jedoch den Blickpunkt der Sonne hätten, dann könnten wir sehen, wie jeder Planet sorgfältig in seiner Umlaufbahn umherkreist.

So verhält es sich auch mit unserem Wissen. Ist unser Fundament eine beliebige Wissenschaft, ganz egal welche, dann fällt uns auf, dass die Wahrheit fehlt. Fangen wir jedoch mit Christus an, dem gekreuzigten, so ist unsere Basis die Sonne. Hierin erkennen wir wie jede andere Wissenschaft im Einklang mitspielt.

Ihr kennt das Sprichwort: „Von unten nach oben – von der Erde hoch bis zum Gott der Erde“. Das Bergsteigen ist jedoch eine mühselige Sache. Besser wäre: „Von oben nach unten – von Gott aus, hinab zur Erde“. Sobald man den Gott der Schöpfung erkennt, ihm glaubt und ihn liebt, so ist es überraschend einfach die Harmonie in den Wellen des Meeres zu sehen und das sanfte Flüstern des Windes zu hören. Gottes mächtiges Wesen ist überall zu erkennen – sei es der Donnerschlag, das kleine Lamm oder auch ein mächtiges Unwetter.

Stelle Christus an den richtigen Platz und du wirst sehen, wie er zur Weisheit Gottes in deinem Leben wird.

Quelle: Grace Gems 15.10.2017
Übersetzung: TheologiaDE.blog

C. H. Spurgeon: Wer kann die Tiefen der Hölle ergründen?

Schätze der Gnade 34


Wenn wir Aussagen aus der Bibel nehmen, über die bevorstehende Verdammnis, melden sich plötzlich Leute zu Wort und behaupten, wir hätten die Idee der Höllenqualen von Philosophen wie Dante oder Milton! Und doch, würden wir auch die erschreckendsten und beängstigendsten Beschreibungen über verlorene Seelen nehmen, würden sie letztlich doch nichts im Vergleich zu der Liebe des Christus sein. Horcht hin: „Geht hinweg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist! “ [Mat. 25:41]

Du und ich, wir werden niemals in der Lage sein, uns die Tiefen der Hölle vorzustellen. Es ist wie ein dunkler Schleier durch den man nicht hindurchschauen kann – wir können uns nicht vorstellen, wie furchterregend der Kerker der verlorenen Seelen ist!

Wie glücklich können wir uns nun schätzen, noch nie das Jammern einer verdammten Seele gehört zu haben, denn im Vergleich zu dem, sind tausend Qualen hier auf Erden wie das Flüstern einer Magd.

Es wäre für uns Menschen nicht möglich zuzuschauen, wie diese Seelen einer ewigen, niemals mindernden Pein unterliegen. Unsere Augen würden in einem Moment das Augenlicht verlieren und in Dunkelheit gehüllt sein – diesen Anblick kann niemand ertragen.

Die Hölle ist schrecklich. Man kann auch von ihr sagen: „Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört und keinem Menschen ins Herz gekommen ist“ – diesen Horror hat Gott denen bereitet, die Ihn hassen!

Sünde ist die Gebärmutter der Hölle! Das Wesen der Sünde ist Hölle. Sie ist die Schale der Hölle. Die Sünde wird zur Hölle, sobald sie sich vollständig entwickelt hat! Sünde bedeutet Hölle!

Stelle dich vor die Tore der Hölle und erkenne, wie giftig das Gegenmittel des Himmels ist. Denn dieses Gegenmittel kommt durch die fürchterlichen Qualen und den Tod des Eingeborenen Sohnes.

Jesus ist der wahre Liebhaber der Seelen – Er führt Menschen niemals hinter das Licht!
Ein Mensch auf der anderen Seite, der die Pein der Hölle versucht herunterzuspielen – dieser Mensch trachtet danach seinen Nächsten umzubringen, mit dem Vorwand, sein Freund zu sein!

Denn Gott hat uns nicht zum Zorngericht bestimmt, sondern zum Besitz des Heils durch unseren Herrn Jesus Christus
(1 Thessalonicher 5:9)

Quelle: Grace Gems 20.08.2017
Übersetzung: TheologiaDE.blog

Charles H. Spurgeon: Adoption

Schätze der Gnade 24


Er hat uns vorherbestimmt zur Sohnschaft für sich selbst durch Jesus Christus, nach dem Wohlgefallen seines Willens,
(Epheser 1:5)

Geliebte, wir sind jetzt Kinder Gottes
(1. Joh. 3:2)

Kein Mensch hat ein Recht darauf ein Kind Gottes zu sein – es ist ausschließlich ein Werk der Gnade!

Wenn wir in die Familie Gottes hineingeboren werden – dann ist es ein Wunder Seiner Barmherzigkeit. Es ist eine glückselige Offenbarung seiner unendlichen Liebe. Und diese Liebe wurde uns zuteil.

Wenn du heute ein Miterbe des Himmels bist – denke zurück, denn du warst einst ein Sklave der Hölle. Du suhltest einst in dem Schlamm der Sünde.

Würdest du ein Schwein als dein Kind Adoptieren – dann wäre dein Handeln nicht von größerer Güte, als das Werk Gottes, der dich adoptierte.

Würde ein Engel eine Stechmücke so hoch erhöhen, dass sie ihm gleich ist – dann wäre dies im Vergleich, zu dem was Gott an dir getan hat, nicht mal einen Cent wert.

Er nahm dich von einem Berg voll Mist – und platzierte dich neben Fürsten.

Merke dir, es ist nur aus Gnade! Blicke auf den Abgrund, aus dem du herausgeholt wurdest und Schlamm, aus dem man dich gezogen hat.

Quelle: Grace Gems 07.2016
Übersetzung: TheologiaDE.blog

Charles H. Spurgeon: Deine Sorgen, wirf sie hier hin

Schätze der Gnade 19

Wirf dein Anliegen auf den Herrn,
und er wird für dich sorgen;
er wird den Gerechten in Ewigkeit nicht wanken lassen! (Psalm 55:23)

Wirf deine Bürde dahin, wo du deine Sünden hinwarfst. Deine Sünden hast du auf Christus geladen – so lade auch deine Unruhen dorthin!

Sobald du erkennen kannst, dass Schwierigkeiten kommen, bringe es vor den himmlischen Vater! Du solltest dir nämlich im Gedächtnis halten, je länger du brauchst, Gott von deinen Schwierigkeiten zu erzählen, desto mehr wird deine Ruhe entschwinden. Je länger es frostige Temperaturen hat, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Fluss einfriert.

Oh! Wie erfreulich ist es, unsere Leiden lindern zu können, indem wir sie vor den Herrn bringen. Ach, ihr unruhigen Christen, schändet doch nicht eure Religion, indem ihr vor Sorge mit einem Stirnrunzeln umherlauft. Kommt, bringt eure Sorgen vor den Herrn.

Ich sehe, wie du schwindelerregend unter der Last deines Gewichtes leidest, ein Gewicht, dass Er nicht einmal zu spüren vermag. Was in deinen Augen eine erdrückende Last ist – ist nicht einmal ein Staubkorn für Ihn.

Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch. (1 Petrus 5:7)

Quelle: Grace Gems 22.04.2017
Übersetzung: TheologiaDE.blog

Charles H. Spurgeon: Dank an Gottes Eigenschaften

Schätze der Gnade 12

Christ, halte einen Moment inne und male dir vor Augen, wie viel du der Souveränität Gottes zu verdanken hast. Gott hätte dich, wenn er gewollt hätte, einfach vernichten können – einzig und allein weil es Ihm gefiel, wurdest du zu eines seiner Kinder gemacht und all dies, während Er das Vergehen anderer Menschen zulässt. Wenn es sein Wille gewesen wäre, dann hätte man dich jetzt unter den Verdammten zählen können. Denn nicht einmal deine besten Taten wären imstande dazu gewesen, dich aus dem Verderben zu ziehen.

Du hast seiner souveränen Liebe zu danken. Es war aus Liebe, dass der Sohn Gottes aus der innigen Gemeinschaft mit dem Vater, auf die Erde kam, um für dich zu sterben. Das vergossene Blut von Christus am Kreuz ist Zeuge.

Du hast seiner vergebenden Gnade zu danken. Auch nach Tausenden Beleidigungen liebt er dich noch immer mit einer ewigen Liebe!

Du hast seiner Allmacht zu danken. Er hat dich durch seine Kraft aus dem Tod in der Sünde, hinein ins Leben gerufen. Er bewahrt dein geistliches Leben; Er hält dich fest, damit du nicht fällst. Er hält dich auf dem rechten Weg und das, obgleich Tausende Gegner deinen Weg kreuzen.

Du hast seiner Unwandelbarkeit zu danken. Denn während du dich unzählige Male veränderst – hat Er sich nicht ein einziges Mal verändert. Auch nachdem du deine Vorhaben und Ziele veränderst – ist Gott nicht einmal von seinem ewigen Ratschluss und Plan gewichen! Er hält dich fest in seiner Hand.

Christ! Sieh dir an, wie viel du den Attributen [Eigenschaften] von Gott zu verdanken hast. Du hast dein Leben, mit allem was du hast, ihm zu verdanken.

Quelle: Grace Gems 25.02.17
Übersetzung: TheologiaDE.blog

Charles H. Spurgeon: Herr Hill

Schätze der Gnade 8

Ein Mann hob sich selbst aus einem Abflussgraben und streifte Rowland Hill eines Nachts auf dem Weg nach Hause. Er sprach, „Herr Hill, wie schön Sie zu sehen – ich bin einer Ihrer Bekehrten.

Rowland sagte, „Ich dachte mir, dass du einer meiner Bekehrten bist. Denn du bist sicherlich nicht einer der von Gott bekehrt wurde, sonst wärst du nämlich jetzt nicht betrunken.

Man kann viel aus dieser Antwort lernen. Wenn ein Mensch von Rowland Hill bekehrt ist, kann er sich betrinken, jedoch nicht wenn ein Mensch durch den Geist Gottes bekehrt wird – diese wurden in ihrem Denken erneuert, ganz übernatürlich.

Wenn unsere Verkündigung Menschen nicht zur Umkehr führt …
von Trunkenheit – zur Nüchternheit,
von Diebstahl – zur Ehrlichkeit,
von Unzucht – zur Reinheit,
dann ist unser Evangelium nicht einmal einen Knopf wert.

Tut es aber all diese Dinge, dann ist es ein Zeugnis, dass es von Gott kommt – in einer Welt, die so von Sünde befleckt ist, wirkt Gott dieses Wunder, indem es einen Menschen von diesen tödlichen Bosheiten heilt.

Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden! (2. Korinther 5:17)

Quelle: Grace Gems 12.12.2016
Übersetzung: TheologiaDE.blog

Charles H. Spurgeon: Heiligkeit im Heim

Schätze der Gnade 6

Wie ein Mensch zu Hause lebt ist von oberster Priorität. Ich werde kein Heiliger draußen – und ein Teufel zu Hause sein! Es gibt solche Menschen. Sie sind entzückend und wohltuend beim Gebetstreff – doch entsetzlich bitter der eigenen Frau oder den Kindern gegenüber. Das sollte niemals so sein!

Jeder aufrichtig Gläubige sollte es sagen und auch so meinen, „In meinem Heim werde ich mit einem reinen Herzen wandeln.“ Zu Hause ist es, wo wir den wahrhaftigen Beweis der Heiligkeit haben.

„Was für ein Mensch ist er?“ sagte jemand zu George Whitefield – und Whitefield antwortete, „Kann ich dir nicht sagen, da ich noch nie mit ihm zusammengelebt habe.“

Dies ist der Weg, einen Menschen zu prüfen, nämlich indem man mit ihm wohnt.

Quelle in Englisch
Übersetzung: TheologiaDE.blog

Charles H. Spurgeon: Wir sind wie Motten!

Schätze der Gnade 5

Halte meine Augen davon ab, nach Nichtigem zu schauen; belebe mich in deinen Wegen! (Psalm 119:37)

Meine lieben Freunde, starrt nicht auf die Sünde …
denn das Schauen brütet ein Verlangen,
und das Verlangen zeugt die Lust,
und die Lust bringt die Sünde mit sich!

Halte deine Augen auf den richtigen Pfad – so wirst du auch dein Herz auf den richtigen Pfad halten können.

Wenn nicht die erste Frau diese verbotene Frucht angestarrt und gesehen hätte, „dass von dem Baum gut zu essen wäre, und dass er eine Lust für die Augen und ein begehrenswerter Baum wäre, weil er weise macht“, so hätte sie die verbotene Frucht nicht gepflückt und gegessen – und wir wären jetzt nicht Kinder der Sünde und des Leidens!

Meine Freunde, wenn wir anfangen, Ungerechtigkeit [Frevel] anzusehen, dann werden wir mit Sicherheit zu Fall kommen! Es gibt einige Sünden, die wir gebrechliche, arme Kreaturen nicht aushalten anzusehen. Wir sind wie Motten neben einer brennenden Kerze – das einzige was sicher für uns wäre, ist es, aus diesem Raum zu flüchten, raus an die frische Luft. Doch wenn wir in die Nähe der Kerze kommen, so werden wir mit Sicherheit unsere Flügel verbrennen und eventuell sogar uns selbst zerstören.

Genau so müssen wir darauf Acht geben, dass wir uns nicht an die Sünde gewöhnen. Ich bin davon überzeugt, dass sogar das Lesen in der Tageszeitung von den bösen Geschehnissen, uns befleckt. Wenn wir uns daran gewöhnen solche Dinge zu betrachten, so werden wir letztendlich immer weniger über schlechte, grobe Angewohnheiten denken, wie wir einst taten.

Nichts kann uns von den Klauen der Sünde fernhalten, wie das fallen in die Arme von Christus. Auf Christus schauen ist das perfekte Heilmittel gegen das Schauen auf die Sünde.

Lenke meine Augen von der Nichtigkeit, mein Herr, indem du sie mit einer Vision von dir selbst füllst, dieses grandiose Spektakel, welches Menschenaugen, Engelsaugen oder Gott selbst niemals zuvor sah – nämlich die Fleischwerdung Gottes, wie er unsere Sünden dort am Kreuz trug.

Lass deine Augen dort sein – und alles ist gut.

Quelle in Englisch
Übersetzung: TheologiaDE.blog