Anthony Carter: Unser Prophet, Priester und König

Wie kraftvoll die Sünde auch sein mag, das Blut Christi ist kraftvoller. In Christus wurden die Ketten der Gefangenschaft zerbrochen und das Licht seiner Gnade scheint auf dem Weg der Freiheit. Doch wie hat er uns befreit? Christus hat unsere Freiheit gesichert indem er durch sein Blutvergießen als göttlich-eingesetzter munus triplex handelte, das dreifache Amt des Propheten, Priesters und Königs. Aus diesem Grund wird er „treuer Zeuge“ (als Prophet); „der Erstgeborene von den Toten“ (als Priester); und „Fürst über die Könige der Erde“ (als König) in Offenbarung 1:5 genannt. Im dreifachen Amt Christi wird uns die Freiheit der Sünde erteilt.

Als Prophet verkündete Jesus das Ende all unserer Sünden. Im Alten Testament war ein Prophet das Mundstück Gottes, der zu dem Volk redete. Tatsächlich leitete ein Prophet die Worte Gottes folgendermaßen ein, „So spricht der Herr“. Als Mundstück Gottes sprach ein Prophet zu dem Volk anklagende Worte ihrer Sünde wegen (Jes. 1:4) und rief das Volk zur Buße (v. 18). Ein Prophet verkündigte die Vergebung und Begnadigung Gottes (Jes. 4:1-2). Jesus, der endgültige und vollkommen-ausreichende Prophet tat all dies für uns. Er kam nicht nur die Worte Gottes zu verkünden; Er ist das Wort Gottes selbst (Joh. 1:1). Er kam der Sünde wegen in die Welt (Matt. 1:21). Er proklamierte unsere Notwendigkeit der Buße und Glauben an Ihn (Mk. 1:15). Und Er verkündigte unsere Begnadigung und Vergebung der Sünden (Kol. 1:14).

Als Priester gab Jesus sich selbst hin, das Opfer all unserer Sünden. Im Alten Testament war der Hohepriester der Mittler zwischen den sündigen Menschen und Gott. Als Mittler trat der Hohepriester in das Heiligtum um Gott, stellvertretend für das Volk, einmal im Jahr am Tag der Versöhnung ein Opfer zu bringen (3.Mose 16:34). Er besprengte den Sühnedeckel mit dem Blut des Opfers „wegen der Unreinigkeiten der Kinder Israel und wegen ihrer Übertretungen und aller ihrer Sünden“ (3.Mose 16:16). Das tat er ein Jahr nach dem anderen. Christus, unser Mittler und Hohepriester,  brachte nicht nur das Opfer dar (ein für alle Mal), Er war das Opfer selbst. Wie der Hohepriester einst, so trat Christus in das Heiligtum, doch anders als der Hohepriester, ging Er hinein um sich selbst hinzugeben. Er musste nur einmal eintreten, Er besprengte den Sühnedeckel mit seinem eigenen Blut. Wie uns der Schreiber des Hebräerbriefs mitteilt:

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