John Newton: Verschreibungen (ein Brief)

Schätze der Gnade 21

Sehr geehrte Dame,

wir haben die Hoffnung auf einen neuen Leib, der nicht Krankheiten ausgesetzt ist. Doch wenn es dem Herrn wohlgefällt unsere Schwächen zu heiligen [beseitigen, reinigen], die Schwachheiten, die mit unserem sterblichen Leib kommen – dann haben wir allen Grund Ihn zu preisen, in ruhigen Zeiten wie auch in harten Zeiten.

Ich bin fest davon überzeugt, dass ein Kreuz hier oder ein Kneifen da sehr wichtig für uns ist. Ohne solches kommen wir auf die lange Sicht ins Straucheln. Wir leben auf verwunschenem Boden und werden von Fallstricken umzingelt. Werden wir nicht durch Prüfungen aufgerüttelt – tendieren wir dazu, in eine geistliche, äußerliche Form oder in geistliche Gleichgültigkeit zu versinken. Es ist beschämend – doch leider ist es so. Geht es uns eine Zeit lang gut verfallen wir in eine geistliche Schlaftrunkenheit!

Somit sind Prüfungen Medizin. Heilmittel von unserem gnädigen und weisen Arzt, der ganz genau weiß was wir brauchen. Er bestimmt das Verhältnis zwischen Häufigkeit und Größe. Jede Situation hat ihre eigene Verschreibung.

Einige seiner Kinder werden extremer Armut ausgesetzt. Eine Prüfung, die Tag für Tag anhält und Jahre andauern kann. Andere wiederum haben Prüfungen in ihrer Familie. Menschen, die eine gemütliche Feuerstelle haben und Zuständigkeiten in der Welt, leiden oft selbst an Krankheiten oder haben Nahestehende die krank sind.

Alles sind Kreuze der Barmherzigkeit, denn Gott nutzt sie um uns zu Behüten. Er möchte nicht das unsere Herzen der Welt anhangen oder wir abfallen. Damit hält Er uns ganz nah bei Sich.

Wir sollten unserem Arzt vertrauen, denn Er wird es gelingen lassen. Und lasst uns für all seine Verschreibungen danksagen. Denn ohne diese Verschreibungen würde uns die Seelenkrankheit treffen!

Ich fühle mit Frau K. mit – und  weiß, dass sie dadurch gestärkt wird. Ihre Krankheit hat hoffentlich bald ein Ende. Es ist jedoch besser einen starren Nacken zu haben und dabei die Gnade Gottes, als starrköpfig zu sein und seinen Hals frei bewegen zu können. Sobald die Bedrängnis ihr vorhergesehenes, gutes Ziel erreicht hat – kann der Herr mit Leichtigkeit ihre Leiden entfernen.

Quelle: Grace Gems 17.05.2017
Übersetzung: TheologiaDE.blog

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