A. W. Pink: Die Ungeheuerlichkeit der Sünde

Schätze der Gnade 10

„Hasst das Böse …“ Römer 12:9

Würden wir die ganze Welt gründlich untersuchen – dann würden wir nichts finden, dass scheußlicher ist als die Sünde. Das niedrigste und verachtenswerteste Ding in dieser Welt hat ein gewisses Maß an Wert in sich, als ein Kunstwerk Gottes. Doch Sünde und ihre faulen Ausflüsse haben nicht den geringsten Bruchteil von Wert in sich. Sünde ist durch und durch Böse, ohne den geringsten Anteil von Gutem – die Zusammenfassung der Widerwärtigkeit.

Die Abscheulichkeit der Sünde zeigt sich in ihrem Urheber: „Wer die Sünde tut, der ist aus dem Teufel; denn der Teufel sündigt von Anfang an.“ (1 Joh. 3:8 SCH2000) Die Sünde ist das Geschäft des Teufels, und er selbst praktiziert sie unaufhörlich!

Die Ungeheuerlichkeit der Süde zeigt sich in dem, was sie mit dem Menschen tat: Sie hat die Natur des Menschen völlig zerstört und ihn unter den Fluch Gottes versetzt!

Die Sünde ist der Ursprung all unseres Elends. Alle Ungerechtigkeit und Erbärmlichkeit ist ihre Frucht. Es gibt keine seelische Not, keinen Herzensqualen, keine körperlichen Schmerzen – außer aufgrund von Sünde. All diese Nöte, unter denen die Menschheit jammert, sind auf die Sünde zurückzuführen.

Sünde ist der Grund aller göttlichen Bestrafungen: „Dein Wandel und deine Taten haben dir das eingetragen; deine Bosheit ist schuld daran, dass es [nun] so bitter steht, dass es dir bis ans Herz dringt! (Jeremia 4:18 SCH2000) Gäbe es keine Sünde, so gäbe es…

keine Kriege,
keine Katastrophen,
keine Gefängnisse,
keine Krankenhäuser,
keine Irrenanstalten,
keine Friedhöfe.
Wer nimmt sich trotz allem diese Dinge zu Herzen?

„Die Arglist der Sünde!“ Die Sünde hat viele Gewänder. Die Sünde in ihrer bloßen Form – sieht aus wie ein schwarzes, missgestaltetes Monster. Wie Gott die Sünde sieht, können wir in den vielen Gleichnissen sehen, die der Heilige Geist nutzt, um uns ihre Hässlichkeit und Widerwärtigkeit zu zeigen. Sünde ist vergleichbar mit dem Schaum eines überbrodelnden Kochtopfs, in dem eine abscheuliche Leiche ist, und mit einem toten und verfaulenden Körper!

In Sünde ist viel größere Bösartigkeit als man für gewöhnlich vermutet und das sogar bei der Mehrheit der Kirchenmitglieder. Menschen sehen die Sünde als ein Gebrechen an und bezeichnen sie als menschliches Manko oder vererbliche Schwäche.  Die Mehrheit betrachtet sie als bloße Bagatelle.

Unzählige religiöse Menschen erkennen so wenig Abscheulichkeit in Sünde, dass sie sich einbilden, ein paar Tränen würden ihren Schmutz abwaschen. Sie nehmen so wenig Kriminalität an ihr war, dass sie sich einreden, ein paar gute Werke seien eine völlige Wiedergutmachung.

Alle Vergleiche versagen darin, die entsetzliche Bösartigkeit dieser abscheulichen Sache, die Gott hasst, aufzuzeigen.  Wir können nichts Schlimmeres von der Sünde sagen, als was sie ist.

Quelle: Grace Gems
Übersetzung: TheologiaDE.blog

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