Westminster Bekenntnis – Kapitel 17: Vom Beharren der Heiligen

Das Westminster Bekenntnis aus dem Jahre 1647 in Deutsch vorgelesen.

Artikel 1: Man kann nicht aus dem Stand der Gnade fallen (0:13)
Artikel 2: Die Ursachen des Beharrens (0:35)
Artikel 3: Christen können in schwere Sünde fallen (1:10)

Edward Payson: Du wirst es erkennen

Schätze der Gnade 26


Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, verstehst du jetzt nicht; du wirst es aber danach erkennen.
(Johannes 13:7)

Zuallererst sage ich einem Christen: Zweifel niemals an der Güte, Liebe, Weisheit und Treue deines Erlösers. Vertraue Ihm, denn er hat versprochen alle Dinge zu deinem Besten zu führen. Auch, wenn du im Moment nicht erkennen kannst, was Er vorhat. Du wirst es noch erkennen, denn …

all die Prüfungen und Versuchungen,
all die finsteren und trostlosen Stunden,
all die beunruhigenden Zweifel und Ängste,
all die langwierigen Kämpfe, in denen du geübt wirst,

sie sind alle, wie du erkennen wirst, durch eine gnädige Hand geführt. Nicht eine Träne. Nicht ein Seufzer. Nicht ein schwer-lastender Gedanke wurde dir zugeteilt, der nicht in Gottes weisen und gnädigen Plan vorherbestimmt war.

Sage somit nicht, wie Jakob das tat: „Alles ist gegen mich!“
Sprich nicht, wie David: „Ich werde durch die Hand Sauls umkommen!“
Denn all diese Dinge sind zu deinem Besten. Du wirst niemals vergehen. Und ebenso wird dich niemand aus der Hand des Herrn reißen.

Wie können die Kinder Gottes des Höchsten – Tag für Tag kümmerlich und unzufrieden umhergehen? Ihr solltet euch Merken, ihr seid Gottes Erben in Christus – ein unzerstörbares, ewiges und unvergängliches Erbe!

Gehe hin zu Jesus. Er ist der barmherzige Erlöser von Sündern. Er heilt, die gebrochenen Herzens sind. Er sammelt seine Schafe ein und trägt sie an ganz nah an seinem Herzen. Gehe, sage ich dir, hin zu Christus!
Teile all deine Leiden und Sorgen mit Ihm!
Sage Ihm, wie sehr deine Seele an dem Staub klebt!
Sage Ihm, dass Sorgen, Zweifel und Ängste sich gegen dich erheben!
Sage Ihm, wie arm, erbärmlich, dürftig, blind und nackt du bist.

Trete an den Thron der Gnade, dort wo der barmherzige Hohepriester sitzt. Gehe hin und öffne dein Herz und du wirst erkennen; Er ist noch viel gnädiger als du es dir vorgestellt hast; Er ist noch viel williger deine Bitten zu erhören, als du sie Ihm vorbringen konntest. Er ist die Liebe selbst – sein Wesen ist es erbarmen zu haben.

Hast du ein verstocktes Herz? Bringe es Ihm – Er wird es erweichen.

Ist deine Gesinnung verfinstert? Bringe es Ihm – Er wird es erleuchten.

Lastet die Schuld schwer auf dir? Bringe es Ihm – Er wird sie dir nehmen.

Bist du entweiht und verunreinigt? Er wird dich in seinem Blut reinigen.

Wirst du rückfällig? „Kehrt um, ihr abtrünnigen Kinder!“ spricht der Herr, „Ich will eure Abtrünnigkeit heilen!“ (Jeremia 3:22)

Was für ein Vorrecht haben die, die sagen können: „Ich bin in Christus!“

Bist du in Christus – wenn ja, dann gehört dir alles was Ihm gehört!
Seine Kraft gehört dir – um dich zu verteidigen.
Seine Weisheit und Erkenntnis gehört dir – um dich zu führen.
Seine Gerechtigkeit gehört dir – damit du gerechtfertigt wirst.
Sein Geist und seine Gnade sind dein – um dich zu heiligen.
Der Himmel ist dein – um dich aufzunehmen.

Du wirst kein freudiges Leben führen – bis du erkennst, dass alles was Ihm gehört, dein ist.

Quelle: Grace Gems 15.06.2017
Übersetzung: TheologiaDE.blog

Martin Luther: Das Wort Gottes, horcht hin

Eine Predigt von Martin Luther über die Autorität, Kraft und Wichtigkeit des Wortes Gottes.

Hier soll man zuerst lernen, was das Wort “ Himmelreich “ heiße, nämlich, daß es nicht heiße ein Königreich auf Erden, sondern ein Reich im Himmel, da Gott selbst allein König ist. Das heißen wir die christliche Kirche, die hier auf Erden ist. Denn der Herr braucht darum dies Gleichnis von der Hochzeit, daß des Königs Sohn, unser lieber Herr, der Herr Christus, die Kirche sich zur Braut nimmt. Darum sollen man das Himmelreich auch also verstehen lernen, daß es sei hier unten auf Erden, und sei doch nicht ein weltlich noch zeitlich Reich, sondern ein geistliches und ewiges. Denn mit uns Christen hier auf Erden geht es also, daß wir schon mehr denn die Hälfte im Himmelreich sind, nämlich, mit der Seelen und Geist, oder nach dem Glauben, bis der Leib endlich auch nach kommt.

Denn wo das Evangelium ist, da ist Christus. Wo Christus ist, da es der Heilige Geist und zu sein Reich, das Rechte Himmelreich; und alle, so daß Wort und Sakrament haben und Glauben, und durch den Glauben in Christum bleiben, sind himmlische Fürsten und Kinder Gottes. Und ist allein darum zu tun, daß unser Herr Gott die Wand weg tue, die noch dazwischen ist, das ist, daß wir sterben, so wird es alsdann eitel Himmel und Seligkeit sein.

Sind aber solches nicht elende, unselige Leute, so um ihres Ackers oder Hantierung willen dieser herrliche Mahlzeit, nämlich, Vergebung der Sünden und ewiges Leben, verachten, und dennoch die Hoffnung haben, es soll ihnen wohl dabei gehen? Denn sonst würden sie sich den Acker oder die Hantierung nicht so sehr lieb sein lassen, daß sie darüber diese Mahlzeit versäumten.

Also soll es gehen, wo man das Wort Gottes verachtet und nicht hören will, welches die höchste und größte Sünde ist; deswegen gehört auch die höchste und schärfste Strafe darauf.

Unser Herr Gott wollte gern, daß wir auf die Knie davor niederfielen [vor dem Wort Gottes], und es nicht allein mit goldenen Buchstaben in die Bücher, sondern in die Herzen schrieben. So will es die Welt da am wenigsten haben, ja, kann es kaum leiden, daß es geschrieben ist in den Büchern und auf der Kanzel erschallt. Den Teufel will sie im Herzen haben, der regiert sie auch, daß wohl besser taugte.

Denn da verheißt dir Gott und spricht: Wenn du mein Wort fleißig hörst und behältst es, sollst du ein Herr des Teufels sein, daß er vor dir fliehen und zu dir nicht nahen darf. Denn wo mein Wort ist, da bin ich auch. Wo aber ich bin, da wird der Teufels sich nicht dürfen finden lassen, sondern muß davon gehen.


Die ganze Predigt:

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Westminster Bekenntnis – Kapitel 16: Von den guten Werken

Das Westminster Bekenntnis aus dem Jahre 1647 in Deutsch vorgelesen.

Artikel 1: Gott allein bestimmt, was gute Werke sind (0:14)
Artikel 2: Die Bedeutung der guten Werke der Christen (0:32)
Artikel 3: Der Heilige Geist und die guten Werke (1:10)
Artikel 4: Die Unvollkommenheit der guten Werke (1:56)
Artikel 5: Gute Werke sind kein Verdienst (2:19)
Artikel 6: Gott nimmt die Werke in Christus an (3:13)
Artikel 7: Werke nicht wiedergeborener Menschen (3:46)

James Smith: Schmelzofen

Schätze der Gnade 25


Da sandten die Schwestern zu ihm und ließen ihm sagen: Herr, siehe, der, den du lieb hast, ist krank!
(Johannes 11:3)

„Sieh an mein Elend und mein Leid“
(Psalm 25:18)

Wir sind alle für Krankheiten anfällig – und manchmal scheint es, dass Christen den größten Anteil daran haben. Einige Kinder Gottes scheinen selten bis niemals gesund zu werden. Sie scheinen nie wirklich frei von Schmerz und Leid zu sein. Es ist ihr himmlischer Vater, der sieht, dass ein Schmelzofen nötig ist – somit bereitet Er ihn vor, legt sie hinein und lässt sie so lange dort, wie Er es für nötig erachtet.

Krankheiten fliegen nicht einfach so zufällig in der Gegend rum. Sie sind nicht dem Zufall ergeben. Sie wurden alle sorgfältig ausgesucht – und göttlich verabreicht. Gott läutert sein Volk, erzeigt Seine Gnade und erfüllt seine kostbaren Verheißungen – in dem Schmelzofen der Leiden. Krankheiten lehren uns …

wie gebrechlich wir sind,
wie abhängig von Gott wir sind,
wie sehr wir den göttlichen Trost nötig haben,
– und alles in einer Weise, die man mit nichts vergleichen kann.

Krankheiten …
demütigen unseren sündhaften Stolz,
entwöhnen uns von der Welt,
bringen uns näher an unseren himmlischen Vater und seinen Thron der Gnade,
drängen uns, den Erlöser und seine vergebende Liebe neu aufzusuchen.

Der Psalmist war geplagt und litt viel. Er hob somit seinen Blick nach oben und seufzte: „Sieh an mein Elend und mein Leid!“ Es war sein Anliegen zu erkennen, dass Gott ihn beobachtet und Mitleid mit ihm hat, zu erkennen, dass Gott ihm Aufmerksamkeit schenkt. Ihm war klar, Gottes liebender Blick würde …
seinen Geist beruhigen,
sein Herz aufmuntern,
und ihn von seinem Schmerz ablösen.

Lass somit jeden Gläubigen, der krank ist, den Psalmisten als Vorbild nehmen und dieses kurze aber kraftvolle Gebet sprechen: „Sieh an mein Elend und mein Leid.“

Quelle: Grace Gems 07.05.2017
Übersetzung: TheologiaDE.blog

Martin Luther: Von der Gerechtigkeit

Eine Predigt von Martin Luther über die Gerechtigkeit vor Gott.

Ein kleiner Auszug:

Wer nun aus dem Wort Christi den Bericht hat, und glaubt, daß solche Sünden ihm vergeben sind, der ist gerecht: nicht seinethalben, denn Sünden hat er; sondern der Gnade halben, daß solche Sünden durch den Glauben an Christus vergeben sind. Darum spricht Petrus in der Apostelgeschichte Kapitel 15,9.: Gott reinige die Herzen durch den Glauben. Dies Reinigen aber geht nicht so zu, daß wir keine bösen Gedanken noch Lust mehr im Herzen fühlen; welches wird nicht ihr Herr geschehen, bis wir begraben, und zum anderen und ewigen Leben auferstehen werden; da wird das Herz wahrhaftig gereinigt sein. Hier aber geht solches im Wort und Glauben, daß Gott die Sünde um Christus willen nicht zurechnen noch strafen, sondern vergeben und nachlassen will. Doch dazu folgt die Frucht des Glaubens, daß wir durch die Hilfe des Heiligen Geistes anfangen, fromm zu sein und Gott seinen Gehorsam zu leisten; aber, wie gemeldet, es ist ein unvollkommener Gehorsam, darum muß die Vergebung der Sünde sein.

Das fünfte Gebote, wie ihr wißt, heißt also: Du sollst nicht töten. Der dachten die Pharisäer, wenn sie mit der Hand nicht totschlügen, so hätten sie diesem Gebot genug getan, es hätte keine Not, niemand könnte sie höher treiben. Aber Christus spannt es ihnen höher und spricht: Nein, Geselle, es hat eine andere Meinung. Wenn das fünfte Gebot also hieße: Deiner Hand soll nicht töten; so hätte dem Gebot genug getan, will er mit der Hand nicht tötet. Aber es lautet also: Du sollst nicht töten, das ist: dein Herz, dein Mund, deine fünf Sinnen und alles, was du hast und an dir ist, daß soll deinem Nächsten nicht schädlich sein. Du sollst nicht allein den Körper totschlagen, sondern auch alles das lassen, was zum Tod dient.

Daraus ist klar, daß der Herr daß Wort “ töten “ nicht so eng spannt, daß es allein hieße, das Leben ihnen und ein Aas machen; sondern es begreift alles das Tun, aus welchem der Tod folgen müßte. Als, wenn du jemand feind bist, und gönnst ihn nicht einen Bissen Brot, wie der reiche Mann dem armen Lazarus; da müßte ein solcher Mensch deinetwegen Sterben und verderben. Du würgst ist ihn mit der Faust nicht, und bist doch ein Mörder, nach dem Spruch: Gibst du deinem Bruder nicht zu essen, so hast du ihn erwürgt. Und 1 Johannes 3,15. “ Wer seinen Bruder hasset, der ist ein Todschläger, und ihr wisset, daß ein Totschläger hat nicht das ewige Leben bei ihm bleibend „; Ursache, wo Haß ist, da fehlt nur die Gelegenheit, daß der Totschlag leicht folgen kann. Darum wer dies Gebot halten will, der muß nicht allein die Hand an sich halten, sondern das Herz soll auch ohne allen Zorn sein: daß man nicht einen so sauren Blick sehen, nicht ein hartes Wort fahren lasse, auch gegen die, da alle Welt sagen muß, sie haben alles Unglück um uns verdient.

Wer sich nun also in den zehn Geboten übte, meinst du nicht, er würde nicht jede Stunde Ursache haben, seine Sünde zu beichten, zu beten und sich im Glauben und Wort zu üben? Denn das Beichten muß sein, wenn der Zorn oder andere Lüste uns angreifen, daß wir es nicht leugnen noch entschuldigen, sondern Gott bekennen und ihm von ganzem Herzen beichten, daß wir Unrecht getan haben. Da muß danach das Beten auch folgen, daß Gott solches uns nicht zurechnen soll, sondern vergeben, und uns, um Christus willen, durch seinen Heiligen Geist frömmer machen. Auf solches Gebet soll der Glaube folgen, daß wir nicht zweifeln, es sei uns durch Christus diese und andere Sünde vergeben.

Die ganze Predigt:

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Westminster Bekenntnis – Kapitel 15: Von der Buße zum Leben

Das Westminster Bekenntnis aus dem Jahre 1647 in Deutsch vorgelesen.

Artikel 1: Die Busse zum Leben muss verkündigt werden (0:13)
Artikel 2: Was ist Busse? (0:29)
Artikel 3: Die Notwendigkeit der Busse (1:10)
Artikel 4: Keine Sünde ist zu gross (1:33)
Artikel 5: Die ständige Busse (1:52)
Artikel 6: Sünde muss bekannt werden (2:07)

Charles H. Spurgeon: Adoption

Schätze der Gnade 24


Er hat uns vorherbestimmt zur Sohnschaft für sich selbst durch Jesus Christus, nach dem Wohlgefallen seines Willens,
(Epheser 1:5)

Geliebte, wir sind jetzt Kinder Gottes
(1. Joh. 3:2)

Kein Mensch hat ein Recht darauf ein Kind Gottes zu sein – es ist ausschließlich ein Werk der Gnade!

Wenn wir in die Familie Gottes hineingeboren werden – dann ist es ein Wunder Seiner Barmherzigkeit. Es ist eine glückselige Offenbarung seiner unendlichen Liebe. Und diese Liebe wurde uns zuteil.

Wenn du heute ein Miterbe des Himmels bist – denke zurück, denn du warst einst ein Sklave der Hölle. Du suhltest einst in dem Schlamm der Sünde.

Würdest du ein Schwein als dein Kind Adoptieren – dann wäre dein Handeln nicht von größerer Güte, als das Werk Gottes, der dich adoptierte.

Würde ein Engel eine Stechmücke so hoch erhöhen, dass sie ihm gleich ist – dann wäre dies im Vergleich, zu dem was Gott an dir getan hat, nicht mal einen Cent wert.

Er nahm dich von einem Berg voll Mist – und platzierte dich neben Fürsten.

Merke dir, es ist nur aus Gnade! Blicke auf den Abgrund, aus dem du herausgeholt wurdest und Schlamm, aus dem man dich gezogen hat.

Quelle: Grace Gems 07.2016
Übersetzung: TheologiaDE.blog

Martin Luther: Wie Gott will, dass wir beten

Eine Predigt von Martin Luther über das beständige Gebet.

Ein kleiner Auszug:

Da siehe nun auf dies Weiblein, und lerne dich auch in solchem Fall halten, wie sie sich hält. Sie geht hin und sieht solches nicht, ist gleich blind im Geist, daß sie eine Heidin und er ein Jude ist. Denn das Vertrauen und Herz zu Christo ist so groß, daß sie denkt: Er wird mich nicht lassen. Mit solchem Glauben löscht sieht das aus, daß sie eine Heidin ist. Das würde ein anderer ohne Glauben nicht getan haben; sondern würde also gedacht haben: Du bist des Teufels, es ist vergebens, daß du betest; Laß sein Volk bitten, mit dir will Gott nichts zu tun haben, und würde darum nicht gebeten haben. Aber das Weiblein läßt sich nicht anfechten, diskutiert nicht bei sich selbst: Du gehörst in das Haus nicht, du bist eine ausgeschlossene Heidin, und nicht Wert, daß dich die Erde trage.

Dennoch läßt sich der Herr noch nicht finden, wie sie ihn gerne hätte. Denn höre, was sagt er zu diesem Weiblein? “ Es ist nicht fein, daß man den Kindern ihr Brot nehme, und werfe es vor die Hunde „. Wenn er solch ein Wort zu mir gesagt hätte, ich wäre schnell davongelaufen, und hätte gedacht: es ist umsonst, was du tust, da es nicht zu holen. Denn es ist über die Maßen ein hartes Wort, daß der Herr ihr vor die Füße wirft, sagt noch dazu, daß sie kein Kind oder eine Heidin ist, sondern heißt sie dazu noch einen Hund. Das ist ärger, als wenn er sie nur eine Heidin geheißen hätte. Ja, ist genau so als wenn er gesagt hätte: du bist des Teufels, wie du gehst und stehst, du hast hier nichts zu suchen. Das heißt doch wohl hoch versucht. Wenn ein Heiliger ein solches Wort zu mir sagen würde, ich würde mich zu Tode fürchten. Was soll es aber jetzt sein, daß es Christus selbst zu diesem Weiblein sagt.

Hier sieht man, warum sich der Herr so hart gestellt und ihr die Hilfe abgeschlagen hat nämlich: daß er seine harte Art nicht darum gezeigt hat, als wollte er nicht helfen; sondern das so ihr Glaube offenbar würde, und die Juden, so Erben zu seinem Reich und Kinder waren, an der Heidin, die kein Kind noch Erbe war, lernten, wie sie an Christum glauben und alles Vertrauen auf ihn setzen sollten. Denn solches will Christus haben, und gefällt ihm sehr wohl, daß er seine Güte und Freundlichkeit nicht länger kann verbergen, und spricht: “ Gehe hin, dir geschehe, wie du nur willst „. Geht also mit dem Recht eines Hundes und macht nicht allein die Tochter gesund, sondern gibt, was sie begehrt und haben will, und setzt sie unter Abrahams Samen. Zu solcher Gnade bringt sie der Glaube, daß sie nicht mehr ein Hund noch eine Heidin, sondern liebe Tochter und ein rechtes heiliges Weib heißt und ist.


Die ganze Predigt:

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Westminster Bekenntnis – Kapitel 14: Vom rettenden Glauben

Das Westminster Bekenntnis aus dem Jahre 1647 in Deutsch vorgelesen.

Artikel 1: Die Gnade des Glaubens (0:14)
Artikel 2: Der Glaube, das Wort Gottes und die Annahme Christi (0:39)
Artikel 3: Das Wachstum des Glaubens (1:27)